Rat vom Fachmann vermeidet böse Überraschungen.
Gezielte Modernisierung steigert den Wert
Ob älteres Fachwerkhaus oder Bungalow aus den 70er-Jahren – gebrauchte Immobilien sind meist günstiger als vergleichbare Neubauten. Doch mit den Erwerbskosten allein ist es häufig nicht getan. Gebrauchtimmobilien müssen in der Regel modernisiert, oft sogar saniert werden. "Typische" Schwachstellen: Bad, Küche und das Leitungssystem. Auch fehlender Wärmeschutz und ineffiziente Heizanlagen erfordern häufig Investitionen. "Wer eine Bestandsimmobilie erwerben will, sollte das Objekt genau unter die Lupe nehmen", raten die Experten der Landesbausparkassen (LBS). Die Kosten für Modernisierungen können dann gleich eingeplant werden.
In Deutschland sind mehr als 80 Prozent der Ein- und Zweifamilienhäuser älter als 20 Jahre. Viele dieser Immobilien liegen in attraktiver Lage in gewachsenen Wohnvierteln. Zudem kann sich der Käufer ein Bild vom fertigen Objekt machen. Obwohl ihr Preis in der Regel unter dem von Neubauten liegt und der Einzug kurzfristig möglich ist, sollte nicht vorschnell entschieden werden. Denn oft müssen diese Häuser modernisiert oder sogar von Grund auf saniert werden. Die Kosten dafür sollten Erwerber von Anfang an berücksichtigen.
Erst prüfen, dann kaufen

Besonderes Augenmerk verdienen Bad, Küche und Leitungen, denn hier finden sich fast ein Fünftel aller schadhaften Teile. Häuser aus der Nachkriegszeit bieten zudem oft keinen ausreichenden Lärmschutz. Generell gilt: Je älter das Gebäude, desto genauer sollten Käufer hinschauen. Sind Dach und Außenwände ausreichend isoliert? Ist der Keller trocken? In welchem Zustand sind die Fenster? Ist die Heizanlage auf dem Stand der Technik? Ist sie veraltet, belastet das nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. Erste Hinweise, ob die Wunschimmobilie überdurchschnittlich viel "schluckt", gibt der LBS Energie-Check unter
www.LBS.de.
Checklisten helfen Interessenten, den Zustand von Gebrauchtimmobilien zu beurteilen. Dennoch können sie viele Probleme alleine kaum entdecken. Auf der sicheren Seite sind Laien mit einem Fachmann. Die Profis erkennen Mängel und haben die Folgekosten im Blick. Die Ausgaben dafür halten sich im Rahmen – erst recht in Relation zu möglichen Fehlern bei der größten Investition im Leben.
Gezielt modernisieren
Wer die notwendigen Reparaturen an "seinem" Altbau kennt und die Kosten dafür einplant, vermeidet bei der Finanzierung böse Überraschungen. Käufer sollten jedoch immer über einen "Notgroschen" für Unvorhergesehenes verfügen. Ein Bausparvertrag mit niedrigen und über die gesamte Laufzeit festen Darlehenszinsen kann für notwendige Modernisierungen eingesetzt werden. So lässt sich der Traum von den eigenen vier Wänden mit viel Sicherheit realisieren.
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Checkliste:
Darauf sollten Altbau-Käufer achten!
Diese Unterlagen geben Auskunft über Gebäude, Grundstück und Zustand:
• Baupläne – Grundriss, Schnitte,
• Ansichten (inkl. Um- und Anbauten)
• Bebauungsplan / Lageplan (Grenzabstände
• Wegerechte, Anbaumöglichkeiten)
• Entwässerungs- und Installationspläne
• Grundwasserspiegel, Leitungsverlauf
• Handwerker- und Brennstoffrechnungen
• Gebäude-Energieausweis
• Wärmeschutznachweise